Wie funktionieren Location Based Services?

1 Okt

Location Based Services (LBS) sind standortbezogene mobile Dienste, die mit Hilfe von positionsabhängigen Daten dem User selektive Informationen bereitstellen oder Dienste anderer Art erbringen. Die effektivste Möglichkeit ist die eigenständige Ortung über mobile Endgeräte (mobile devices) mit integriertem GPS (Global Positioning System). Nach der Aktivierung werden die Standortkoordinaten an einen Server übermittelt, der wiederum Informationen über den Standort an den Nutzer auf das Endgerät schickt. LBS werden in verschiedenen Bereichen genutzt. Der am weitesten verbreitete ist die Navigation.  Als nächstes sind die Tracing Services zu nennen. Diese stand-ortabhängige Informationen liefernden Dienste sind zum Beispiel: City Guides, Hotel- und Restaurantführer, Shopping-Tipps oder Wetter- und Verkehrs-informationen. Location Based Services finden auch in Sicherheitsfragen Verwendung. Einsatz finden sie hier in der Notruflokalisierung, der Standort-bestimmung der Kinder durch ihre Eltern oder der Standortbestimmung einer hilfebedürftigen Person durch Rettungskräfte. Handy-Anbieter wiederum nutzen diese Dienste für unterschiedliche Tarifzonen, wie zum Beispiel die Homezone oder Citytarife.

Vgl.:http://www.hotel-newsroom.de/facebook/location-based-services-ortsbasierte-suche

Location Based Services mit Check-in Funktion
Geo Location Diensten mit Check-in Funktion verbinden die Ortung des eigenen Standortes über mobile Datendienste mit einem spielerischen Ansatz. Angemeldete User können an physisch real existierenden Orten „einchecken“, das heißt sie lassen sich über ihr Smartphone orten. Abhängig von den gewählten Sicherheitseinstellungen, werden diese Informationen mit Freunden in den jeweiligen Netzwerken oder sogar mit der „ganzen Welt“ geteilt. Wie in jedem sozialen Netzwerk auch, kann der User verfolgen, was seine Kontakte gerade machen und vor allem, wo sie sich gerade aufhalten. Ein Nebeneffekt hiervon ist zum Beispiel, dass mit jedem Check-in in einem Hotel, der Gast automatisch für das Unternehmen wirbt. Zusätzlich kann er noch Informat-ionen, Tipps und Meinungen zu der jeweiligen Location veröffentlichen („posten“). Hier gilt es Anreizsysteme, wie Rabatte oder Belohnungen zu schaffen, um diese Hebelwirkung zu verstärken. Der Aufenthaltsort ist eine der wertvollsten Informationen, die ein potentieller Werbeempfänger preisgeben kann.

Vgl.:http://www.hotel-newsroom.de/mobile-marketing/mobile-das-nachste-grose-ding-auch-fur-die-hotellerie-iv

Hier zwei Beispiele
1. „Keep up with your friends, share the places you go, and discover the extraordinary in the world around you.“ So lautet der Slogan von Gowalla, einem der ersten Location Based Social Networks. Es basiert auf dem Check-in System und soll, bei richtiger Handhabung, den User dazu motivieren, sich einfach mal draußen umzuschauen und Ausflüge zu unternehmen.  Es können virtuelle Items (Gegenstände) gesammelt werden, oder man erhält sogenannte „Pins“ für die fleißige Nutzung. Des Weiteren können Kommentare und Fotos zu den jeweiligen Orten veröffentlicht („gepostet“) werden. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, seinen Account mit Facebook und Twitter zu verbinden. Da bei Gowalla der spielerische Aspekt überwiegt und es kein reales Belohnungssystem besitzt, hat der Dienst inzwischen auch an Bedeutung gegenüber seinen Konkurrenten verloren. Diese schlägt sich auch in den Userzahlen (700.000 User weltweit) nieder. Außerdem gibt es bislang noch keine deutsche Version dieser Geo Location Plattform. Vgl.:http://gowalla.com

2. „Check-in, find your friends, unlock your city!“ Das 2009 gegründete amerikanische Start-up Foursqare ist, ebenso wie Gowalla, ein Location Based Socia Network, das auf dem Check-in Prinzip beruht und einen spielerischen Ansatz besitzt. Anders als bei Gowalla, werden hier „Badges“ und Punkte gesammelt. Entscheidender Vorteil von Foursquare ist jedoch ein reales Belohnungssystem. Hervorzuheben ist hier die Auszeichnung „Mayor“. Der „Mayor“ ist der virtuelle Bürgermeister der jeweiligen Location und genießt spezielle Privilegien. Das kann zum Beispiel ein Freigetränk bei jedem Besuch sein. Des Weiteren stellt der Dienst Monitoring-Tools zur Verfügung, die es vereinfachen Kampagnen auszuwerten. Erst seit dem 11. März 2011 ist es mit Foursquare 3.0 möglich, mehrere Specials gleichzeitig anzubieten.  Außerdem entfernt sich Foursquare von seiner Hauptfunktion, dem Check-in und versucht sich mehr als Guide zu positionieren. Möglich wir dieses durch die Funktion „Erkunden“, bei der es um die Erkundung der Umgebung und das Suchen nach Hotels und Restaurants und anderen Geschäften geht. Foursqare gibt es seit November 2010 auch auf dem deutschen Markt in deutscher Sprache. Im Juli 2010 gab es schon 20.000 Nutzer und 100.000 angelegte Orte (sog. venues) in Deutschland. Davon hatten 40.000 Orte einen „Mayor“.

Vgl.: http://de.foursquare.com
Vgl.: http://blog.kennstdueinen.de/2010/05/foursquare-stammkundenpflege-per-location-based-service/

Weitere Informationen findet ihr hier:

 9-eprofessional-Whitepaper_2011_Location-Based-Marketing

Whitepaper-Mobile-Marketing-2011-10

 

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2 Antworten to “Wie funktionieren Location Based Services?”

  1. neleg11 10. Oktober 2011 um 10:05 #

    Ich finde das ist nützlich so findet jeder gast schnell zu seinem Hotel . Dieser Service hat für den Kunden( Gast) und Hotelier ein Vorteil. dadurch können gute Angebote Aktionen angeboten werden.

  2. nurayc 19. Oktober 2011 um 13:20 #

    Wir haben als Zielgruppe Familen.Die Ortung von Kindern die schon unbeaufsichtigt bleiben können/dürfen bzw. alleine zur Schule etc. gehen beruhigt Eltern einerseits, andrerseits kann man aber auch den Drang/Zwang verspüren ständig die Kinder zu kontrollieren/ im Blick zu haben.So ist LBS in diesem ZUsammenhang sowohl Segen als auch Fluch!

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